Der Lenovo ThinkCentre X Ultra verbindet ein sehr kompaktes Gehäuse mit einer für diese Größe umfangreichen Auswahl an Ausstattungsmöglichkeiten.
Zu den auffälligen Merkmalen gehören die angebotenen AMD Ryzen AI Prozessoren, bis zu 128 GB Arbeitsspeicher, zwei mögliche SSDs, die Unterstützung für bis zu vier Displays und der integrierte Anschluss mit 10GbE.
Lenovo ThinkCentre X Ultra
Kleines Format, viele Möglichkeiten
Ein guter Arbeitsplatz braucht Raum für Ideen. Der Rechner selbst darf sich dabei gern etwas kleiner machen. Genau hier setzt der Lenovo ThinkCentre X Ultra an. Sein kompaktes Gehäuse nimmt wenig Platz ein und bietet je nach Ausstattung eine Kombination aus AMD Ryzen AI Prozessor, integrierter Radeon Grafik, großzügigem Arbeitsspeicher und schnellen SSDs. Dazu kommen zahlreiche Anschlüsse und eine bereits integrierte Netzwerkschnittstelle mit 10GbE.
Gehäuse: Mehr Platz auf dem Schreibtisch
Mit einem Gehäusevolumen von rund 1,6 Litern gehört der ThinkCentre X Ultra zu den besonders kompakten Desktopmodellen. Seine Abmessungen von etwa 183 × 183 × 51 mm machen ihn interessant für Arbeitsplätze, an denen jeder freie Zentimeter zählt. Das gilt für den Schreibtisch im Büro ebenso wie für einen Arbeitsplatz zu Hause, der neben dem Rechner auch Unterlagen, Zubehör und etwas Bewegungsfreiheit aufnehmen soll.
Die Farbe Thunder Grey gibt dem Gerät einen zurückhaltenden Auftritt. Eine adaptive Beleuchtung gehört ebenfalls zur aufgeführten Gehäuseausstattung. Bei einem Gewicht von ungefähr 2 kg lässt sich der Rechner bei Bedarf vergleichsweise unkompliziert an einen anderen Arbeitsplatz mitnehmen. Abmessungen und Gewicht können abhängig von der konkreten Zusammenstellung etwas abweichen.
Prozessor: AMD Ryzen AI passend zum eigenen Anspruch
Im Inneren setzt Lenovo auf AMD Ryzen AI.
Nach Lenovo führt die Prozessoren AMD Ryzen AI Max+ 388, AMD Ryzen AI Max+ 492 und AMD Ryzen AI Max+ PRO 495 auf.
Damit stehen je nach Modell unterschiedliche Leistungsstufen zur Auswahl:
Der Ryzen AI Max+ 388 arbeitet mit acht Kernen und 16 Threads bei einem maximalen Takt von bis zu 5,0 GHz. Beim Ryzen AI Max+ 492 sind zwölf Kerne und 24 Threads sowie ebenfalls bis zu 5,0 GHz vorgesehen.
Die höchste aufgeführte Prozessorausführung, der Ryzen AI Max+ PRO 495, bietet 16 Kerne, 32 Threads und einen maximalen Takt von bis zu 5,2 GHz. Diese Auswahl macht es leichter, den Rechner nach dem tatsächlichen Einsatz auszuwählen.
Wer viele Programme gleichzeitig nutzt oder Anwendungen einsetzt, die mehrere Prozessorkerne auslasten können, findet in den größeren Varianten entsprechend mehr Rechenressourcen.
Wie stark sich das im Alltag bemerkbar macht, hängt von der verwendeten Software und der jeweiligen Aufgabe ab.
KI Hardware: Eine eigene Recheneinheit für unterstützte Anwendungen
Neben den klassischen Prozessorkernen verfügt der ThinkCentre X Ultra über eine integrierte AMD Ryzen AI Recheneinheit.
Diese sogenannte NPU erreicht laut Datenblatt je nach Ausstattung bis zu 55 TOPS und ist für die Verarbeitung geeigneter Aufgaben aus dem Bereich künstlicher Intelligenz vorgesehen. Lenovo ordnet die Modellreihe als Copilot+ PC ein. Für Anwender ist dabei vor allem entscheidend, welche Funktionen die eingesetzte Software tatsächlich unterstützt. Eine passende Anwendung kann die vorhandene KI Hardware nutzen.
Welche Möglichkeiten konkret zur Verfügung stehen, hängt deshalb auch vom Betriebssystem und der Softwareausstattung ab. Zusätzlich nennt Lenovo für die aufgeführten Prozessorvarianten eine gesamte KI Rechenleistung von bis zu 132 TOPS. Dieser Gesamtwert ist von den bis zu 55 TOPS der NPU zu unterscheiden. So bleibt klar, welche Angabe sich auf die spezialisierte Recheneinheit und welche sich auf die gesamte Plattform bezieht.
Grafik: Integrierte AMD Radeon Technik
Für die Bildausgabe nutzt der ThinkCentre X Ultra eine integrierte AMD Radeon Grafik, deren Ausführung vom gewählten Prozessor abhängt.
Die Grafik ist damit Teil der Plattform und benötigt keine separate Grafikkarte für die im Datenblatt beschriebenen Bildschirmfunktionen. Die aufgeführten Grafiklösungen unterstützen DirectX 12. Über geeignete digitale Bildausgänge nennt Lenovo Auflösungen von bis zu 7680 × 4320 Bildpunkten bei 60 Hz. Damit bietet das Modell grundsätzlich Anschlussmöglichkeiten für besonders hochauflösende Displays.
Welche Auflösung im konkreten Aufbau erreichbar ist, hängt auch vom verwendeten Monitor, dem Anschluss und der Verkabelung ab. Die maximale Auflösung ist außerdem keine Aussage darüber, wie schnell eine bestimmte Grafiksoftware oder ein Spiel läuft. Dafür bleibt die konkrete Anwendung entscheidend.
Bildschirmanschlüsse: Bis zu vier Displays für mehr Übersicht
Wer mit mehreren Fenstern arbeitet, kennt den Vorteil zusätzlicher Bildschirmfläche.
Auf einem Display bleibt die Kommunikation geöffnet, auf einem anderen das eigentliche Projekt. Daneben finden Tabellen, Quellen oder Vorschauen ihren Platz. Der ThinkCentre X Ultra unterstützt bis zu vier unabhängige Bildschirme.
Dafür stehen ein DisplayPort 2.1, ein HDMI 2.1 FRL und zwei Anschlüsse vom Typ USB C mit USB4 zur Verfügung. Über eine optionale zusätzliche Schnittstelle kann je nach Konfiguration ein weiterer physischer Bildausgang hinzukommen. Die im Datenblatt angegebene maximale Zahl gleichzeitig unterstützter unabhängiger Displays bleibt bei vier.
So lässt sich der Arbeitsplatz an unterschiedliche Aufgaben anpassen, ohne dass ein großes Gehäuse erforderlich ist. Gerade bei umfangreichen Tabellen, Recherchearbeiten oder der parallelen Nutzung mehrerer Programme kann diese Flexibilität angenehm sein.
Arbeitsspeicher: Großzügig planbar, fest verbaut
Beim Arbeitsspeicher sind je nach Modell bis zu 128 GB möglich. Lenovo führt LPDDR5X 8000 und LPDDR5X 8533 als angebotene Speichertypen auf. Der Speicher arbeitet im Betrieb mit zwei Kanälen und ist direkt auf der Hauptplatine verlötet.
Eine große Speicherausstattung kann dann sinnvoll sein, wenn mehrere umfangreiche Anwendungen gleichzeitig geöffnet bleiben oder große Datenbestände verarbeitet werden. Wer solche Aufgaben regelmäßig erledigt, sollte den Speicherbedarf bereits bei der Auswahl des Geräts berücksichtigen.
Massenspeicher: Platz für bis zu zwei SSDs
Für Programme, Projekte und persönliche Daten unterstützt der ThinkCentre X Ultra bis zu zwei SSDs im Format M.2 2280.
Pro Laufwerk nennt Lenovo eine Kapazität von bis zu 4 TB. Bei entsprechender Bestückung ergibt sich daraus eine mögliche Gesamtkapazität von bis zu 8 TB. Die aufgeführten SSDs nutzen PCIe 4.0 x4 und NVMe. Damit bietet die Plattform eine zeitgemäße Grundlage für den Zugriff auf Anwendungen und Dateien. Zwei Laufwerke eröffnen außerdem die Möglichkeit, Betriebssystem und Programme von Projekten oder anderen Daten zu trennen. Als Sicherheitsmerkmal nennt Lenovo Opal 2.0 für die aufgeführten SSDs.
Ob ein oder zwei Laufwerke eingebaut sind und welche Kapazität tatsächlich zur Verfügung steht, richtet sich nach dem gewählten Modell. Ein optisches Laufwerk und ein Kartenleser sind nicht vorgesehen.